Meine sechs Topthemen 2018

Meine 6 Topthemen in 2018 | aufebenholz.de

2018

Zack, das war’s. Das Jahr 2018 hat uns den Rücken gekehrt und wir befinden uns bereits in einer nächsten Runde um die Sonne! Heute möchte ich mit euch meinen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr teilen. Was 2018 definitiv zu kurz gekommen ist, ist meine Arbeit an auf Ebenholz. Noch bevor mein Blog eine Regelmäßigkeit erleben durfte, kam das aufregende Leben dazwischen und mit ihm verschiedenste spannende Projekte, die oft leider wenig mit dem Schreiben zu tun hatten.

Meine Zeit habe ich  vor allem in universitäre sowie Arbeitsprojekte gesteckt: Ein spannendes Interview mit dem Künstler El Bocho mitsamt begleitendem Video war zum Beispiel eines meiner liebsten davon, aber auch ein TV-Beitrag für eine Sendung unseres Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaften (Uni Potsdam) ist weit vorne im Rennen um die schönsten Projektmomente 2018.

Damit ich dieses Jahr nicht ohne einen halbwegs aktuellen Blogpost verlasse, schreibe ich für euch nun meine Top-Themen des Jahres auf! Was mich 2018 am meisten bewegt hat? Das hier!

1.Inspirationsquelle(n) finden und sein

1. Inspiration | aufebenholz.de

Während ich selbst eine regelrechte Schreibsperre kreativer Texte erleben musste und mich größtenteils nur wenig inspiriert für auf Ebenholz fühlte, fand ich neue Inspiration im Tanzen. Endlich habe ich wieder eine körperliche Form des Ausdrucks, mit der ich in Zukunft für mich selbst Energie und Inspiration sammeln kann! Noch sehe ich dabei aus wie eine kleine Kartoffel – aber immerhin bin ich eine sehr glückliche, kleine Kartoffel und verbringe auch noch tolle Qualitytime mit lieben Freundinnen!

Spannend fand ich auch, dass ich selbst einige Menschen in meinem Umfeld zu Dingen inspirieren konnte: So sind einige um mich herum jetzt ebenfalls von umweltfreundlichen Naturshampoos begeistert, haben sich dem Thema Fair Fashion geöffnet oder gehen verantwortungsbewusster mit Plastik um. Andere haben sich an die Ukulele gewagt oder an die Fotografie – und sind jetzt schon sehr viel professioneller als ich dabei. Wie schön ist bitte gegenseitiges Geben und Nehmen, oder?

2. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Fair Fashion

2. Umweltschutz | aufebenholz.de

Wer mich privat kennt, weiß, dass mich Umweltschutz und co. schon lange beschäftigen. Mit der Abgabe meiner Bachelorarbeit (Thema: Shopaholics – Wie Fast Fashion und Social Media die Gesellschaft prägen) stand für mich fest, dass ich mein Konsumverhalten drastisch ändern wollte. Seitdem habe ich ein bestimmtes schwedisches Modehaus zum Beispiel nicht mehr betreten (man will der Versuchung ja auch ein wenig aus dem Weg gehen) und auch sonst mein Konsumverhalten peu à peu geändert.

Von Null auf Hundert geht eine Umstellung natürlich selten langfristig gut, deshalb bin ich noch auf dem Mittelweg von üblicher Fast Fashion zur nachhaltigen Fair Fashion. Jedoch kaufe ich weitaus weniger und definitiv viel bewusster ein. Ungerne greife ich zu Kunststoffen, dafür lieber zu Naturfasern, die beim Waschen dann auch kein Mikroplastik ans Wasser abgeben. Ungefähr jedes dritte Stück, welches ist erstehe, ist mittlerweile fair und nachhaltig gefertigt – das ist ja schonmal etwas! Im neuen Jahr würde ich gerne eine kleine Reihe von Posts zum Thema „faire Mode“ machen – was sagt ihr, wäre das was?

3. Junge Talente

3. Junge Talente | aufebenholz.de

Musikalisch hat mich dieses Jahr endlich wieder jemand vom Hocker hauen können: Billie Eilish ist wohl mein Lieblingstalent des Jahres, auch wenn ich mir wünschte, sie schon im letzten oder vorletzten Jahr für mich entdeckt zu haben. Ihr Stimme kitzelt mich an Stellen im Herzen, die nur wenige Künstler*innen bisher erreichen konnten.

Für mich reiht sich Billie Eilish damit in meine Liste besonders berührender Künstler*innen ein, in welcher z.B. auch Amy Winehouse, Lorde, Tash Sultana und Mac Miller zu finden sind. Von letzterem mussten wir 2018 leider Abschied nehmen, ein großer musikalischer Verlust ist das. Was alle genannten Künstler*innen in meinen Augen eint, ist eine besondere Herangehensweise an Musik und Lyrics, die weitab von dem ist, was man gewöhnt ist: Leise Musik, dafür lautere Texte, ungeschönte Schwäche und künstlerische Stärke – ein Faszinosum aus jungen Körpern und alten Seelen.

4. Nichts ist unpolitisch

4. Alles ist politisch | aufebenholz.de

Gefühlt kaum ein Jahr war für mich so politisch intensiv wie 2018. Egal, in welche Richtung man schaute, es gab Bewegung – jedoch nicht unbedingt die der schönen Art. Unter irgendeinem Artikel bei Facebook, es ging vermutlich um die AfD oder um Trump, schrieb jemand „Ich bin nicht so der politische Mensch, […]“ und jemand anders unter einem Post einer Berliner Band „Ihr solltet euch als Band nicht politisch äußern, ihr seid zur Unterhaltung da […]“. An dieser Stelle dachte ich mir: Nichts ist unpolitisch. Nicht die Wahl meiner Musik, der Einsatz meiner Stimme, das Klicken eines Likes oder Unlikes (bzw. den Alternativen zum Unlike), selbst mein Einkauf gleicht einer politischen Message.

Nichts ist wirklich unpolitisch, jede Handlung hat eine Konsequenz und gerade mit der heutigen Vernetzung betrifft jede meiner Entscheidungen Menschen und Natur sowohl in meinem Land als auch in entfernten Ländern. Eine Stimme zu haben und sie nutzen zu können ist so wahnsinnig kostbar, dass ein Satz wie „Ich bin nicht so der politische Mensch“ als eine Art Anlegen von Scheuklappen gesehen werden kann. Dabei sitzen wir doch alle in einem Boot, sind alle vernetzt und sollten die besten Kompromisse für ein nachhaltig funktionierendes Miteinander finden.

5. Influencer*innen und Social Media

5. Social Media | aufebenholz.de

Auf dem Jahrgangstreffen meines damaligen Abi-Jahrgangs wurde ich im Spaße gefragt, ob ich nun Influencerin sei, weil ich des Öfteren Instagram erwähnte. Wir alle lachten, da kaum jemand den Beruf im Alltag so wirklich ernst nimmt (oder nehmen will). Natürlich bin ich keine Influencerin – das sieht man ja schon an meinem so spärlich mit Texten bestücktem Blog – doch trotzdem bin ich mir darüber bewusst, dass der Job der Influencer*innen ein durchaus anstrengender ist. Jedoch bin ich persönlich überfüttert und bevorzuge mehr und mehr die Online-Auftritte von Menschen aus den Bereichen Nachhaltigkeit (z.b. dariadaria) und mentale Gesundheit (z.B. minusgold), also quasi Influencer*innen in grün und herrlich ehrlich. Zu einem nachhaltigeren Leben und einer gesunden Einstellung zur Psyche und zum Körper lasse ich mich doch gerne beeinflussen! 😉 Bei meinen Social-Media-Accounts folge ich nun vornehmlich inspirierenden Menschen, statt „zum Kaufen beeinflussenden“ im klassischen Sinne: Das sind Künstler*innen (Comics, Tattoos, etc.), Musiker*innen, Coaches, Yoga-Menschen, Sportler*innen, Tänzer*innen und natürlich der eine oder andere Interiorblog. Also gibt es dort für mich weiterhin was fürs Auge, aber eben auch fürs Herz, für die Seele und für alltägliche Lacher!

Ein Vorteil davon ist, dass ich weniger versucht bin, Dinge zu kaufen, da sich das klassische Bewerben von Produkten bei diesen Accounts doch sehr im Rahmen hält. Eine Bekannte von mir schrieb mal in einer ihrer Instagram-Stories, dass sie eine Pause machen müsse, weil sie sich selbst als nicht ausreichend empfinden würde – jedenfalls im Vergleich zu den Menschen, denen sie folgt. Daraufhin riet ich ihr zu rigorosem Ausmisten der Accounts, die ein Unwohlsein hervorriefen und legte ihr einige künstlerische Profile ans Herz. Ihr Feedback war sehr positiv!

6. Mental Health

6. Mental Health | aufebenholz.de

Und damit wären wir schon bei dem großen Punkt der mentalen Gesundheit. Ich habe den Eindruck, dass seit den Mittzwanzigern das Thema „Therapie“ mehr und mehr in den Fokus rückt. Egal ob Depressionen, Angstzustände, Quarterlifecrisis oder sonstige mentale Notfälle – es ist viel los bei unserer Generation, aber auch bei den uns nachkommenden Generationen. Um meine Gedanken dazu niederzuschreiben bräuchte es einen ganz eigenen Blogpost, jedoch möchte ich sagen: Es ist so gut, dass (junge) Menschen sich Hilfe holen. Und es ist gut, dass man mehr und mehr darüber sprechen kann und unsere Gesellschaft langsam die Scham in diesem Bereich abzulegen versucht. Das Leben hält so einige Aufs und Abs für alle bereit und es ist nicht schlimm, sich Beistand zu holen und helfen zu lassen.

Und: Gerade die 20er sind eine Dekade der Selbstfindung und -formung. Achtsamkeit für die eigene physische und psychische Gesundheit, für die persönlichen Stressoren im Alltag und die Energieräuber*innen des Lebens ist heute umso wichtiger, schließlich sind wir in einer Zeit zuhause, in der so viel um uns herum passiert. Wir leben mit der starken Präsenz sozialer Medien und bekommen von den Leben fremder Menschen oft mehr mit als von denen des erweiterten Bekanntenkreises – eben durch die Social Media, die alltägliche Selbstinszenierung und natürlich die Nachrichten. Deshalb wünsche ich uns allen fürs neue Jahr: Achtsamkeit für euch selbst und eure Gesundheit, weniger Social Media und mehr Kontakt zu lieben Menschen!

C’est ca! Das waren meine Topthemen 2018!

Was hat euch im letzten Jahr besonders bewegt? Ich bin gespannt! Happy 2019!
PS: Übrigens sind alle Bilder im Beitrag von mir, einige von euch hatten sich mehr Bilder aus meiner Kamera in den Beiträgen gewünscht. 🙂

 

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