Alleine reisen | Nachteile

11 Nachteile des Alleinreisens | aufebenholz.de

Über das Reisen allein und seine Nachteile

Vielleicht seid ihr schon in den Genuss gekommen, ganz allein auf ein Abenteuer aufzubrechen. Vielleicht aber steht es auf eurer To-Do-Liste, direkt zwischen Punkten wie „beim Karaoke I will always love you singen“ und „Bungee-Jumping in Neuseeland“. Es gibt viele Gründe, alleine reisen zu wollen – und es gibt so wunderbare viele Möglichkeiten, es zu tun!

Es muss nicht der äußerste Zipfel der Erde sein, damit euer Erlebnis ein wirklich intensives wird. Und es muss auch kein gehyptes, besonders „cooles“ Land sein, in das ihr aufbrecht. Ob es in den brasilianischen Dschungel, die Wüste Australiens, ein kleines Dorf in Griechenland oder auch eine Großstadt wie New York geht, ob in eine nahegelegene Stadt im Ausland oder ein Städtchen nur wenige Zugstunden von daheim: Wichtig ist, dass man wirklich Lust darauf hat, neue Orte mit eigenen Augen zu sehen, sie im eigenen Tempo kennenzulernen und dabei in sich hineinzuhorchen.

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Bild: pexels

Should I stay or should I go?

Heute werde ich euch meine persönlichen Nachteile des Alleinreisens beschreiben. Wenn ihr also gerade dabei sein solltet, euren Trip vorzubereiten – und das vielleicht sogar zum allerersten Mal – sind vielleicht einige interessante Punkte für euch dabei! Die Vorteile gibt es im nächsten Blogpost und eines sei verraten: Es gibt in meiner Auflistung definitiv mehr Vor- als Nachteile!

 

Nachteile des Alleinreisens

1. Manchmal kann Alleinsein auch Einsamkeit bedeuten

Während ich im Blogpost über die Vorteile des Alleinreisens schreibe, dass Alleinsein nicht unbedingt Einsamsein bedeutet, muss ich bei den Nachteilen erwähnen, dass es leider manchmal doch der Fall sein kann – vor allem, wenn man es zulässt. Hin und wieder kommt man in Situationen, in denen alles unglücklich verläuft und man alleine an einer Straße steht und nicht sicher ist, wohin man gehen soll. Doch auch in diesen Situationen sollte man nicht verzagen, sie lösen sich oft schneller als man denkt in Wohlgefallen auf – wie in meinem Erlebnis damals in den USA.

2. Keine Schulter zum Ausweinen

Wenn es dann mal richtig doof läuft auf einer Reise, möchte man sich bei jemandem ausweinen können – und genau das ist alleine natürlich schwierig, gerade, wenn vielleicht noch ein Zeitunterschied dazu kommt und man nicht eben mal per Skype oder WhatsApp die Daheimgebliebenen kontaktieren kann. Genau das ist aber eine Sache, die ebenfalls positiv sein kann: Die Lieben daheim in Aufruhr zu bringen, weil man gerade emotional an einem nicht so guten Ort ist, ist nicht wirklich fair. Denn am nächsten Tag sieht die Welt ja schon oft ganz anders aus und während man selbst schon das nächste Abenteuer erlebt, sorgen sich Freund*innen und Verwandte noch um einen.

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3. Keine Krankenpflege, falls es einen doch mal erwischt

So richtig blöd ist es, wenn man auf einer Reise allein krank wird. Alles tut weh, man traut sich kaum, das Zimmer oder Bad zu verlassen und hat keine Kraft mehr – DAS ist ja schon doof, wenn man daheim ist. Unterwegs jedoch ist diese Situation körperlich wie auch seelisch eine besondere Herausforderung und definitiv ein Nachteil des Alleinreisens. Mit etwas Glück erbarmt sich jedoch jemand und bringt etwas zu Essen vorbei, geht zur Apotheke oder ruft in einer Praxis an.

4. Kein Teilen der Kosten

Wer alleine reist, trägt auch die Kosten alleine. Und das ist manchmal nicht zu unterschätzen: Ob ein Shuttle zum Flughafen, ein Besuch im Restaurant oder ein Zweibettzimmer – das Reisen zu zweit (oder zu mehr Personen) macht vieles günstiger! Und gerade, was das Essen anbelangt hat man mehr Möglichkeiten, verschiedene Gerichte auszuprobieren und zu teilen – sowohl den Preis, als auch Menge und Geschmack.

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Sharing is caring!                                                                                                                                         Bild: pexels

5. Fotos von dir selbst machen? Tricky!

Als ich 2011 meine kleine Weltreise machte, hatte ich weder ein cooles Smartphone mit Frontkamera, noch einen Selfiestick. Erinnerungsfotos von einem selbst zu machen war da regelmäßig eine Herausforderung. Da ich selbst einen gewissen Anspruch an Schnappschüsse habe, war ich mit den Ergebnissen anderer Touris, die nur halbherzig auf den Auslöser klickten und nicht auf den Fokus achteten, sagen wir mal… semi zufrieden. Heute gibt es ja schon ganz andere technische Möglichkeiten, aber es ist schon Gold wert, wenn man jemanden dabei hat, der*die einen gut kennt und ins rechte (Foto-)Licht zu rücken versteht.

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Selfielicious!                                                                                                                                                     Bild: pexels

6. Niemand passt auf deine Habseligkeiten auf

Wer alleine unterwegs ist, muss sehr aufmerksam sein: Das Gepäck ständig im Blick behalten, den Überblick über Portemonnaie, Pass und Fahrkarten haben – und das in jeder Situation. Am Strand passt niemand auf deine Sachen auf (deshalb: Bitte keine Wertsachen mitnehmen), irgendwo einzuschlafen ist nicht immer die beste Idee und auch am Flughafen, wenn man auf Gepäckstücke aufpassen, aber auch auf die Toilette gehen will, ist Aufmerksamkeit gefragt.

7. Money, honey!

Im Jahr 2007 wollte ich mir in Alice Springs (Australien) ein Didgeridoo kaufen, so ein kleines für zuhause – ich kann nämlich tatsächlich ein bisschen drauf spielen. Fröhlich gab ich meinen Kreditkarten-PIN in das Lesegerät ein, als auf dem Display eine Warnung erschien: Die Karte wurde nicht erkannt. Auch beim nächsten Geldautomaten konnte meine Karte nicht gelesen werden. Zum Glück hatte ich schon Menschen kennengelernt, die mir das Geld auslegen konnten. In der nächsten Stadt wurde meine Karte wieder eingelesen und ich konnte meine Schulden begleichen. Meine Erkenntnis damals: Zwei Karten sind besser als eine.

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8. Sonnencreme-Fiasko

Schon mal versucht, sich selbst den Rücken mit Sonnencreme einzucremen? Richtig.

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9. Koffer-Tetris

Viele kleine Helfer geben einem mehr Sicherheit und Komfort auf Reisen: Zum Beispiel eine gut ausgestattete Reiseapotheke, Sonnencreme aus Deutschland (da günstiger als im Ausland), Gastgeschenke, elektronische Geräte wie Aufladegeräte, Adapter und Kameras… Doch wenn sie alle in einen Koffer kommen, wird es spätestens bei den Kleidungsstücken schon etwas eng im Gepäckstück. Reist man mit anderen Menschen zusammen, lassen sich diese Dinge jedoch wunderbar aufteilen!

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10. „Was meinst du?“

Zweite Meinungen können so wichtig sein! Egal, ob es ums Essen geht, um die Orientierung („Wir mussten doch hier nach rechts, oder?“), um den Einkauf oder um die Einstufung einer Verletzung („Doch lieber zur Praxis gehen damit?“) – manchmal ist es schön, wenn jemand Vertrautes ein Votum abgibt. Natürlich kann man Fremde nach ihrem Tipp fragen – und gerade Einheimische wissen ja am besten, wovon die Rede ist – aber das gelingt leider nicht immer reibungslos.

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Wohin als nächstes?                                                                                                                                  Bild: pexels

11. „Weißt du noch, als…?“

Wenn man nach einer aufregenden Reise nach Hause kommt, will man oft ewig lang erzählen. Man redet die lieben Zuhörenden schnell in ein Reisekoma, erschlägt sie mit Informationen, die für sie nicht so relevant sind. 1000 Fotos später sind die Angehörigen und Freund*innen dann komplett gesättigt und müssen sich vom Reisebericht erst einmal erholen. Toll ist es, wenn man diese Abenteuer gemeinsam mit jemand anderem erlebt hat – und sie immer wieder auskramen kann, weil beide nicht genug von gemeinsamen Rückblicken bekommen können.

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Oh, sweet memories!                                                                                                                                   Bild: pexels

 

 

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