Vom digitalen Leben und Sterben

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Wenn der Tod online zum Thema wird

In der ersten Januarwoche war der „Tod“ in den sozialen Medien besonders präsent und er ist es noch jetzt. Und zwar nicht der Tod derer, die in Kriegen oder durch Armut ihr Leben verlieren, sondern der Tod und der Umgang mit ihm an sich.
Am ersten Januar postete ein amerikanischer Youtuber ein Video, in welchem er dokumentiert, wie er in einem japanischen Wald eine Leiche findet. Die verstorbene Person hat höchstwahrscheinlich Suizid begangen, doch rechtfertigt ein Freitod die öffentliche Inszenierung des Todesfalls durch einen jungen Youtuber? Bis über die Grenzen der USA hinaus schwappte eine riesige Welle der Empörung über die Nachrichtenkanäle und sozialen Medien, sodass auch in den deutschen Nachrichten und Klatschblättern über diese Aktion und die Grenzen der Unterhaltung und Pietät diskutiert wird. Wie geht man mit dem Tod in den sozialen Medien um? Darf man ihn nicht nur erwähnen, sondern auch zeigen?

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Foto: pixabay

Ebenfalls am ersten Januar schockte der Tod einer deutschen Influencerin ihre Community. Die junge Frau verstarb mit gerade 30 Jahren an Brustkrebs. Ihre Community, welche sie am Anfang ihrer Laufbahn als Influencerin vor allem auf ihrem Weg zum sportlicheren und fitteren Ich mitgenommen hatte, steht unter Schock. Und reagiert auf unterschiedliche Weisen. Um Trauerbewältigung, Vernetzung und digitale Denkmäler soll es deshalb im heutigen Blogpost gehen – und um den Umgang mit einem Thema, das uns alle betrifft: Mit dem Tod.

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Gestatten, der Club der Visionär*innen

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Visionen haben – eine Frage des Alters?

Mit Mitte zwanzig ist es so weit: Das Alter bekommt eine neue Relevanz. Man hat sich an viele Meilensteine des Erwachsenenlebens gewöhnt (Ausbildung, internationale Volljährigkeit, Job, Wohnung, eigener Haushalt, Wahlen, etc.) und befindet sich in dieser seltsamen Phase zwischen „noch halb im Studium“ und „alle um einen herum verloben sich und kriegen dazu Kinder, Doktortitel oder gar beides“. Dabei genießt man vielleicht die zuweilen offenen, frei planbaren Monate voller Möglichkeiten und macht sich innerlich einen Spaß daraus, wenn der Mensch an der Clubtür unsicher ist, ob nach dem Ausweis gefragt werden sollte oder man schon als volljährig durchgeht.

Doch „jung“ zu sein bringt in so mancher Situation ein unschönes Phänomen mit sich: Nicht ernst genommen zu werden. Und das ist wirklich unschön. Vor allem, wenn man Ideen teilen und diskutieren möchte.

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